Spielbanken in NRW suchen Auswege aus der Krise

Die bekanntesten Spielbanken in Nordhein-Westfalen (NRW) stecken in der Krise, denn die Glücksspieloasen schrieben große Verluste im Jahr 2015. Der Grund – die zunehmend große Anzahl, der online Casinos stellt einen zu große Konkurrenz dar.

Westspiel Spielbanken in NRW suchen Auswege aus der Krise

Der Finanzausschuss des NRW-Landtags debattierte zu diesem Thema und suchte eine Lösung, wie man dem Problem endlich ein Ende setzen könnte, weil das Westspiel in NRW eine 100% Tochter der landeseigenen NRW-Bank ist.

Andy Warhol förderte 2014 das Westspiel in NRW

Im vergangenen Jahr sah es für die Spielbanken in NRW deutliche besser aus, denn das Westspiel in der Casino Aachen, Spielbank Dortmund, Casino Duisburg und Casino Bad Oeyenhausen schaffte es seine Einkommen deutlich, durch den Verkauf zwei Bilder des US-Künstlers Andy Warhol, zu erhöhen.

„Das operative Ergebnis ist deutlich negativ“, hieß es im Konzernabschluss.

Durch den Verkauf der Bilder bekam das Westspiel in NRW ein Einkommen von €111,4 Millionen, die zwar beim Land eingegangen sind, wovon heute nur wenige Millionen ins Westspiel zurückflossen.

Spielbanken schrieben doppelt so viel Besuch vor 10 Jahren

Genau vor zehn Jahren sah es für die Spielbanken und Casinos in NRW deutlich besser aus, denn es gab doppelt so viele Besucher wie heute. Sei das Casino-Unternehmen eine normale Firma, würde es mit deutlich größeren Gewinnen das Jahresende abschließen.

Spielbanken in NRW suchen Auswege aus der Krise

Dem Westspiel muss ein Spielbankabgabe gezahlt werden, wodurch das Land jährlich knapp €20 Millionen einkassiert, die im nachinein in die Stiftung für Wohlfahrtspflege fließen.

Sogar diejenigen Städte, in denen ein Casino ein gutes jährliches Profit abgibt, profitiert an Jahresende nur mit einem Umsatz von €8,8 Millionen, den von Jahr zu Jahr leiden die Casinos an eine deutlich zurückgehenden Besucherzahl.

In die schönsten Spielbanken in NRW kamen im vergangenen Jahr nur 866.000 Gäste, und zehn Jahre vorher waren es doppelt so viele. Die Bruttoeinkommen sanken von €195 Millionen (2004) auf €77 Millionen im Jahr 2014.

Die Regierung und die Behörden können sich langsam anfangen Sorgen zu machen, denn ein Ausweg muss man suchen, um den Verlusten der Spielbanken endlich ein Ende zu setzen.